
Die geplante Reform des österreichischen Glücksspielrechts dürfte den ursprünglich angepeilten Zeitrahmen nicht einhalten. Vertreter des staatlich gestützten Casinobetreibers Casinos Austria AG (CASAG) gehen davon aus, dass wesentliche Änderungen schrittweise umgesetzt werden könnten. Dabei zeichnet sich ab, dass ein neues Lizenzsystem möglicherweise vor der Einrichtung einer unabhängigen Regulierungsbehörde eingeführt wird.
CASAG, das derzeit über die exklusive Lizenz für landbasierte Casinos in Österreich verfügt, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur APA, dass die Reform zwar voranschreitet, jedoch organisatorische Hürden bestehen. Unternehmenssprecher Patrick Minar zufolge könnte die Gründung einer eigenständigen Glücksspielaufsicht, die das Finanzministerium ersetzen soll, zwischen sechs und zwölf Monaten in Anspruch nehmen. Dieser Zeitraum könnte dazu führen, dass der ursprünglich geplante Start eines neuen Glücksspielrahmens bis Ende 2026 hinausgeschoben wird. Frühere Planungen hatten die Einrichtung einer neuen Regulierungsbehörde bereits für den Sommer 2026 vorgesehen.